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15. Juni - Tag 76

In der heutigen Grundschule hatte es nur 12 Schüler. Zuerst wurde ich von der direktorin vorgestellt, danach hab ich mich selber und Deutschland vorgestellt. Alle gemeinsam haben wir dann Origami gemacht. Ein Medallion für fotos. Bei der anschließenden willkommenszeremonie hab ich von jedem dieses medaillon mit seinem foto vorne und seinem namen hinten drauf bekommen. Die schüler haben sich dabei reihum vorgestellt. Dann hab ich anhand einer weltkarte noch mehr über deutschland erzählt (flugdauer nach japan usw) und persönliche fragen beantwortet. Fruits basket mit den deutschen obstnamen haben wir auch wieder gespielt.

Danach war Kalligraphieunterricht. Ich hab Erde (Unterricht der 3.-klässler), Kyoto, Irodori und Kaoru geschrieben. Der Bandhintergrund dieser Kanji hat die lehrer amüsiert.

Mittagessen war wieder zusammen. Und es stimmt übrigens nicht, dass es unhöflich ist, alles aufzuessen. In der Schule MUSS man es sogar. Schließlich haben andere sich extra die Mühe gemacht, den Reis zu pflanzen, ernten, das essen zu bereiten etc.... Danach wie immer Zähne putzen. Ohne Zahnpasta. Anschließend Pause. Da haben wir Dodgeball gespielt. Dann kam wieder das gemeonsame Schulhausreinigen und im anschluss daran für mich ein Rundgang durch die Schule und ein bisschen dem Unterricht zuschauen.

Jede Schule darf ihre eigenen Schjuluniformen bestimmen. Ist aber nicht zwingend. Es gibt also auch viele Schulen, die keine haben. Gibt es aber eine, so müssen die Eltern sie kaufen. Die für die Grundschüler ist nicht so teuer, aber die für die weiterführenden schulen kann schnell über 100 euro kosten. Ranzen (einheitlich) usw muss man auch kaufen. Und auch das Schulessen bezahlen. Die Bücher dagegen sind Geschenke. Die japanische Landesregierung schenkt jedem Schüler die Bücher der Pflichtschule (also Grundschule und junior Highschool. In Highschool und College muss man sie kaufen.)

Die Schule beginnt um zehn nach acht aber die Schüler sind oft schon um 20 vor acht da um sportklamotten anzuziehen (sie kommen in der schuluniform zur schule, wechseln diese gegen die uniforme sportkleidung und ziehen nach dem mittagessen wieder die schuluniform an). Schulende ist zwischen drei und vier uhr. Dann gibt es noch hausaufgaben und Nachhilfe. Jeder japanische schüler geht zur nachhilfe. Gerade um so langwierige sachen wie kalligraphie oder ein musikinstrument noch weiter zu üben.

Im Rathaus gibt es eine Abteilung für die "schulsoftware" und eine für die "schulhardware" (Tische, Stühle usw). Diese Abteilung bestellt die sachen aus einem landesweit einheitlichen katalog wenn die schule vermeldet sie brauch wieder was. (ja, auch in Japan machen die schüler die Tische und so kaputt) Diese Abteilung plant auch die Schulgebäude. Die Ausführung obliegt aber dem Bauamt.

Grundschule und junior Highschool zusammen entsprechen unserer Hauptschule. Die Absolventen sind 15 und bekommen, wenn überhaupt, keine guten jobs. Viele von ihnen sind auch arbeitslos. 95% oder mehr gehen aber eh weiter zur Highschool.

In Japan sind Kindergarten, Grundschule, junior Highschool und Highschool Angelegenheit der Stadt, College und Lehrer sind angelegenheit der Präfektur und Bücher und Lehrplan sind angelegenheit der Regierung. Für die städtischen Einrichtungen gibt es keine Aufnahmetests. Die gibt es nur für Privatschulen und Colleges.

17.6.07 17:34
 


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